Weißer, watteartiger Belag am Holz, Stränge über der Kellerwand oder Balken, die weich werden: Das kann auf den Echten Hausschwamm hinweisen, einen holzzerstörenden Pilz. Hier erfahren Sie, woran Sie einen Verdacht erkennen, wie ernst er ist und wie er sicher geklärt wird.
TERMIN VEREINBARENEin bestätigter Hausschwamm ist ernst zu nehmen, aber sanierbar. Der Pilz baut Holz ab, und das Holz verliert dabei schon früh an Festigkeit. Er kann über Mauerwerk, Putz und Schüttungen weiterwachsen und sich lange unbemerkt unter Bodenbelägen, hinter Verkleidungen oder in Zwischendecken ausbreiten. Je früher der Befall feststeht, desto kleiner bleibt meist der Rückbau. Für die Gesundheit stuft das Umweltbundesamt den Hausschwamm nicht als Schädling ein. Gegen seine Sporen können Menschen aber allergisch reagieren, und auf seinen Fruchtkörpern können sich Schimmelpilze ansiedeln. Ob ein geschwächter Balken noch trägt, beurteilt ein Tragwerksplaner.
Diese Merkmale sprechen für einen Hausschwamm: Myzel: In feuchten, schlecht belüfteten Räumen bildet der Pilz ein weißes, durchscheinendes, watteartiges Geflecht aus Pilzfäden. Es kann sehr groß werden. Stränge: Über Stränge aus Pilzfäden wächst er auch über Mauerwerk und Putz hinweg und durch Fugen hindurch. Stränge, die über eine Wand laufen, sind ein deutliches Warnzeichen. Fruchtkörper: Im fortgeschrittenen Stadium bildet er rotbraune, fleischige Fruchtkörper mit einem scharf begrenzten weißen Rand. Sie geben rotbraunes Sporenpulver ab. Würfelbruch am Holz: Befallenes Holz wird braun, reißt längs und quer zu Würfeln und zerfällt am Ende zu Pulver. Fachleute sprechen von Braunfäule. Bedingungen: Der Hausschwamm braucht Holz oder anderes zellulosehaltiges Material und Feuchte. Nach Angaben des Umweltbundesamts wächst er ab etwa 25 % Holzfeuchte, am besten bei Temperaturen um 18 bis 22 °C. Typische Fundorte sind feuchte Keller und Erdgeschosse, Balkenköpfe in feuchten Außenwänden und Fachwerkhäuser mit ebenerdiger Gründung. In Hanglagen und Bruchsteinkellern, wie man sie im Oberbergischen oft findet, bleibt Holz an erdberührten Wänden lange nass. Unterschied zu Schimmel: Schimmel wächst auf Oberflächen wie Tapete, Putz oder Kartons, das Holz darunter bleibt in der Regel fest. Der Hausschwamm zerstört das Holz selbst und bildet Stränge. Holzzerstörende Pilze gehören laut Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts mit wenigen Ausnahmen nicht zu den Schimmelpilzen.
Verkleiden Sie die Stelle nicht, behandeln Sie sie nicht mit Mitteln aus dem Baumarkt und bauen Sie nichts auf Verdacht zurück. Fotografieren Sie Belag, Stränge und Holz mit Datum, und stellen Sie eine erkennbare Wasserquelle ab, etwa eine tropfende Leitung. Sicher bestimmen lässt sich der Pilz nur im Labor. Ich entnehme vor Ort eine Probe, das Labor bestimmt den Pilz unter dem Mikroskop und bei Verdacht auf Echten Hausschwamm auch molekularbiologisch. Die Probenentnahme kostet ab 120 €, die Laboranalyse ab 75 € je Probe, jeweils inkl. MwSt. und zusätzlich zum Termin vor Ort. Die Kosten bespreche ich vorher mit Ihnen. Den Ablauf beschreibe ich auf der Seite zu holzzerstörenden Pilzen im Bereich Verfahren. Dazu messe ich die Feuchte im angrenzenden Mauerwerk, damit die Ursache feststeht. Ist der Befall bestätigt, saniert ein Fachbetrieb für Holzschutz nach DIN 68800-4: Feuchtequelle beseitigen, Bauteile trocknen, befallenes Holz mit Sicherheitsabstand austauschen und das Mauerwerk behandeln. Wie ich bei Pilz- und Schimmelbefall vorgehe, lesen Sie auf der Seite zu Schimmelschäden. Über die Kontaktseite können Sie einen Termin anfragen. Sie erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung, einen Vor-Ort-Termin in der Regel innerhalb von 1–2 Wochen.
Einen Verdacht können Sie gut begründen: Stränge über Mauerwerk, rotbraune Fruchtkörper und würfelig zerfallendes Holz sind deutliche Hinweise. Sicher bestimmen lässt sich der Pilz aber erst mit einer Probe im Labor.
Schimmel wächst auf Oberflächen und ist vor allem ein hygienisches Problem. Der Hausschwamm ist ein holzzerstörender Pilz: Er baut Holz ab, das danach an Festigkeit verliert, und kann über Mauerwerk weiterwachsen.
Die Probenentnahme kostet ab 120 €, die Laboranalyse ab 75 € je Probe, jeweils inkl. MwSt. Beides kommt zum Termin vor Ort hinzu, etwa zum Analysetermin ab 510 € inkl. MwSt. und Anfahrt.
Mein Büro liegt in Nümbrecht im Oberbergischen Kreis. Von hier aus fahre ich zu Vor-Ort-Terminen in die ganze Region.
Ich betreue Kunden in Gummersbach, Wiehl, Nümbrecht, Olpe, Hagen, Lüdenscheid, Attendorn, Herscheid, Overath, Engelskirchen und Waldbröl sowie in Köln, Bonn, Dortmund und Siegen sowie im weiteren Umland.
Ich kenne die typischen Bauweisen und Schadensbilder der Region, vom Fachwerkhaus bis zum Nachkriegsbau.
Je früher die Ursache feststeht, desto kleiner bleibt meist der Schaden.
Schildern Sie mir kurz Ihre Situation, ich melde mich werktags innerhalb von 24 Stunden.
Beschreiben Sie kurz, was Sie beobachten, oder rufen Sie mich an. Ich melde mich werktags innerhalb von 24 Stunden und bespreche die nächsten Schritte.
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