Blog · ca. 5 Minuten · September 3, 2026
Schieferverkleidete Fachwerkhäuser prägen das Bergische Land und das Sauerland. Die Verkleidung schützt – wenn sie intakt ist. Wo die Risiken für das Holz dahinter liegen.

Schwarzer Schiefer, weiße Fenster, grüne Läden: Das verschieferte Fachwerkhaus ist ein Wahrzeichen der Region zwischen Bergischem Land und Sauerland. Die Schieferverkleidung wurde vor allem als Wetterschutz angebracht. Sie hält Schlagregen von der Holzkonstruktion fern – solange sie funktioniert. Wird sie undicht oder wird das Haus falsch saniert, kann sie aber auch verbergen, was dahinter passiert.
Die Schieferplatten sind auf eine Lattung oder Schalung genagelt, die mit Abstand vor dem Fachwerk sitzt. Regenwasser läuft außen ab, und dringt doch einmal Feuchte ein, kann sie in der Regel wieder abtrocknen. Entscheidend ist, dass die Konstruktion dahinter trocknen kann.
Hinter einer intakt wirkenden Schieferfläche und einem frisch verputzten Innenraum können Holzbauteile über Jahre feucht sein. Pilzbefall und Fäulnis zeigen sich dann erst, wenn die Tragfähigkeit schon beeinträchtigt ist. Bei Verdacht hilft nur, an gezielten Stellen zu öffnen und die Holzfeuchte zu messen.
Warum bei Holzschäden eine genaue Bestimmung wichtig ist, lesen Sie im Beitrag Hausschwamm oder Schimmel.
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