Blog · ca. 5 Minuten · August 26, 2026
Radon ist unsichtbar und geruchlos – eine Messung ist der einzige Weg, Klarheit zu bekommen. So läuft sie in der Praxis ab.

Radon ist eines der wenigen Themen in meiner Arbeit, bei dem es keine Abkürzung gibt: Ohne Messung keine Aussage. Das radioaktive Edelgas ist geruchlos, farblos und geschmacklos – jede Vermutung über eine Belastung bleibt reine Spekulation, bis Messwerte vorliegen. Viele Eigentümer sind unsicher, was sie bei einer Messung erwartet. Hier die Antwort.
Radon entsteht im Erdreich durch den natürlichen Zerfall von Uran und kann durch Risse, Fugen und Kabeldurchführungen in erdberührte Räume eindringen. In bestimmten geologischen Regionen ist die Grundbelastung im Boden höher, was das Risiko erhöhter Innenraumwerte steigert. Eine dauerhaft hohe Konzentration in Wohnräumen gilt als gesundheitlich relevant.
Liegen die Werte im unauffälligen Bereich, ist keine weitere Maßnahme nötig – Sie haben Gewissheit statt Vermutung. Bei erhöhten Werten wird gemeinsam besprochen, welche Maßnahmen sinnvoll sind: Das reicht von einfachen Abdichtungsmaßnahmen an erdberührten Bauteilen bis zu einer gezielten Lüftungsführung in besonders betroffenen Räumen.
Viele glauben, eine einzelne Momentaufnahme reiche aus. Tatsächlich schwankt die Radonkonzentration erheblich je nach Wetterlage, Jahreszeit und Lüftungsverhalten. Eine verlässliche Aussage über die tatsächliche Dauerbelastung liefert erst eine Messung über einen längeren Zeitraum.
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